Dokumentation: Ship Breaking Yards India

Eine Dokumentation von Marco Becher

Dokumentation: Ship Breaking Yards India
Foto © 2011 by Marco Becher

Behind the Story ...

  • mehr als 6000 Abwrackarbeiter allein in Mumbai
  • Arbeiter leben und arbeiten auf dem Areal der Werften
  • Täglich schwere Arbeitsunfälle (Verbrennungen, Vergiftung und Knochenbrüche), ungenügende Ärztliche Versorung
  • Täglicher Umgang mit Blei, Asbest, Öl und Arsen
  • Krebsrate von mehr als 40%
  • Jede Industrienation wrackt ihre Frachter in Indien, China, Pakistan oder Bangladesh ab
  • Derzeit werden Schiffe höchster Schadstoffkonzentraton aus den 80er Jahren verschrottet
  • Exportverbot von konterminiertem Metallschrott, daher gilt Ship-Breaking als Verstoß gegen Baseler Konventionen

Infront of the lens ...

Das Areal der Abwrackwerften im Mumbai liegt nördlich der Bombay-Docks und gehört zum Stadtteil Lakri Bunder South.

Für weniger als 150 Rupien am Tag riskieren die jungen Abwrackarbeiter mit unzulänglicher Arbeitsschutzkleidung ihr Leben. Die Arbeitsbedingungen vor Ort sind von unvorstellbarer Härte. Im Durchschnitt muss ein Frachter mit ca. 20.000 Tonnen Gewicht in 12 Wochen zerlegt sein. Diese Geisterschiffe werden unter Volllast auf den Strand gefahren um dort zerlegt zu werden. Eine Knochenarbeit für die Wrackarbeiter, die sie an ihre Grenzen treibt. Mit unzureichendem Schutz sind sie ständig Asbest, Blei, Öl, Arsen und Chrom ausgesetzt. Stahlplatten mit enormen Gewicht werden per Hand zerlegt, auf LKWs verladen und abtransportiert. Aber nicht nur die Arbeit auf den Schiffsfriedhöfen macht die Menschen kaputt, sondern auch die Lebensbedingungen um die Anlage. Überreste von Öl und Benzin laufen direkt ins Meer, die umliegenden Slums waschen ihre Wäsche darin und nutzen das hoch toxische Wasser selbst zum Verzehr.